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Kunst und Literatur | GaGaGallery

Kunst und Literatur

Literatur in der Bildenden Kunst
Gemälde oder Skulpturen, die Feder, Tinte und Papier bzw. damit erschaffene Texte zeigen, gibt es reichlich. Briefe, Notenblätter und Bücher sind Insignien von Bildung und Geistlichkeit – und daher beliebte „Beigaben“ auf Porträts oder in Bibelszenen.

Manchmal dienen sie jedoch auch als das berühmt-berüchtigte Mittel zum Zweck. So ist kein Schriftstück öfter gemalt worden als König Davids Brief an die schöne Bathseba. Den Moment seiner Zustellung festzuhalten war ein willkommener Anlass, Aktmalerei zu betreiben – denn stets empfing die Dame ihre royale Ein- bzw. Vorladung beim Baden. Dass diese Szene im zugrunde liegenden Bibeltext überhaupt nicht vorkommt, haben alle ausführenden Künstler großzügig übersehen.

Bildende Kunst in der Literatur
Ähnliche Freiheiten nehmen sich Autoren, wenn sie über Leben und Werk berühmter Maler berichten. Häufig erfinden sie eine Randfigur, aus deren Blickwinkel die großen und kleinen Begebenheiten der Biografie geschildert werden. So geschehen in Tracy Chevaliers Roman „Girl with a Pearl Earring“, der die Entstehung eines Vermeer-Gemäldes thematisiert und mit Scarlett Johansson in der Titelrolle verfilmt wurde.

Ein anderer häufig angewandter Griff in die Spannungstrickkiste ist, Gemälden eine tiefere Bedeutung anzudichten. Wer dabei an Dan Browns Verschwörungs-Thriller „Sakrileg“ denkt, liegt natürlich richtig. Hier werden die Bilder von Leonardo da Vinci zu Trägern einer geheimnisvollen Symbolik, die Unglaubliches offenbart.

Aber auch Ulrich Tukur spinnt in seiner Novelle „Die Spieluhr“ einen feinen Faden. Bei ihm werden die Arbeiten von Séraphine Louis zu Gemälden, die ihre Betrachter*innen verschlingen – um sie in eine tiefer liegende Farbschicht aufzunehmen, die neue Szenen aus dem Leben der Künstlerin zeigen.

Bildende Künstler, die schreiben und Dichter, die malen
Eine Doppelrolle, wie sie Tukur als Schauspieler und Autor ausfüllt, ist im künstlerischen Umfeld nicht ungewöhnlich – denn häufig ergeben sich aus der einen Tätigkeit Anregungen für die andere. So auch bei Salvador Dali, der für verschiedene Zeitschriften schrieb und bedeutende Manifeste verfasste. Er verstand es, physikalisches Wissen und künstlerische Begabung auf faszinierende Weise zu vereinen – und wechselseitig zu nutzen.

Nicht so beim vielleicht berühmtesten „Switcher“ der Kunstgeschichte: Johann Wolfgang von Goethe war ein leidenschaftlicher und durchaus begabter Zeichner; nutzte sein diesbezügliches Talent allerdings nur zum Hobby. Seine Bilder entstanden meist auf Reisen und fingen Land und Leute ein, wie es heutige Fotos tun. Zudem war der Dichterfürst ein allseits interessierter Naturbeobachter.

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