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Die Leipziger Schule | GaGaGallery

Die Leipziger Schule

Leipziger Schule – ein Label, das keins ist
Dass sich Künstler zu Interessen-Gruppen zusammenschließen, ist nichts Neues. Neben der expressionistischen „Brücke“ und dem surrealistischen „Bauhaus“ hat es auch die „Leipziger Schule“ zu internationalem Ruhm gebracht. Doch der Weg vom schöpferischen Team zur Kunst-Marke war lang – und reizt Experten bis heute zum Widerspruch.

GagaGallery hat den Ursprüngen und der Entwicklung des Künstler-Verbundes nachgespürt. Erfahre hier, was dahinter steckt und welche buchstäblich großen Werke unter dem Einfluss der Leipziger Schule entstanden sind:

Wurzeln
Die Idee zu einem interessenbasierten Zusammenschluss datiert aus den 1960er-Jahren; realisiert wurde sie jedoch erst etwas später. Die Gründungsväter hatten allesamt an der Leipziger Kunstakademie studiert und waren von der Messestadt aus aktiv. Ihr verbindendes Element war eine kraftvolle, gesellschaftsanalytische Bildsprache – die jedoch keinem einheitlichen Stil folgte. Jeder der Hochschul-Absolventen bediente sich eigener Mittel und Techniken, die er auf allerhöchstem Niveau beherrschte.

Wirkung
Dieses Know-How machte die Heimstätte der Leipziger Schule zu einem viel beachteten Kunst-Zentrum und die Gründungsmitglieder zu angesehenen Vertretern. Alle waren später als Professoren tätig und brachten dadurch eine neue Generation „Leipziger Schüler“ hervor, zu denen nun auch weibliche Kunstschaffende gehörten. Die jungen Absolvent*innen übernahmen ebenfalls Lehrtätigkeiten und gaben das Erbe ihrer Meister an nachfolgende Student*innen weiter.

Wandel
Mit dieser dritten Generation änderte sich die Aussagekraft entstehender Werke. Die klaren Botschaften, die einst so typisch für Bilder der Leipziger Schule waren, verschwanden zu Gunsten von Stimmungsaufnahmen, in denen sich Figürliches und Abstraktes mischt. Um Ursprung und Weiterentwicklung gleichermaßen gerecht zu werden, entstand der Begriff Neue Leipziger Schule, mit denen Galeristen und Kunstkritiker vor allem in Übersee punkten konnten.

Werke
Doch auch ohne den synthetischen Hype hat die Leipziger Schule Spuren in der Kunstgeschichte hinterlassen. Aus jeder der drei Generationen sind überragende Werke hervorgegangen, bei denen Du die Beschreibung „große Kunst“ wörtlich nehmen darfst:

– Von Gründungsvater Werner Tübke stammt das Monumental-Rundbild „Frühbürgerliche Revolution in Deutschland“ (auch Bauernkriegs-Panorama genannt), das von einem eigens errichteten Gebäude umgeben ist.

– Von Sighard Gille stammt das Deckengemälde „Gesang vom Leben“, das mit einer Fläche von 712 qm das größte Kunstwerk seiner Art in Europa ist.

– Von Neo Rauch stammen die Vorlagen für drei Fenster im Naumburger Dom, der 2018 in die Liste des UNESCO-Welterbesaufgenommen worden ist.

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