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Digitale Kunst für 69 Millionen Dollar verkauft

Nils Boll Kommentare: 0 May 19, 21

Für etwas mehr 69 Millionen Dollar wechselte das erste, rein digitale NFT-basierte Kunstwerk am 11. März 2021 den Besitzer.
Auch in unserer GaGaGallery führen wir bald NFTs, deswegen wollen wir uns etwas genauer ansehen, was hinter dem neuen Trend zur digitalen Kunst steckt. Und natürlich, warum Auktionshaus Christie's das Kunstwerk "Everydays:...

Was ist ein NFT? Non-Fungible Tokens erklärt

NFT steht für Non-Fungible Token, der Begriff ist eng mit Kryptowährungen und der Blockchain verknüpft. Zu jedem als NFT verkauften Kunstwerk gehört ein eindeutiger Beleg, dessen Verbleib von allen in der Blockchain beteiligten Rechnern ohne Zweifel errechnet wird. Die Belege, welches NFT in wessen Besitz ist, finden sich also nicht an zentraler Stelle, sondern an dezentral gelagerten Blöcken. In der Regel arbeiten NFTs dabei mit "Gas" aus der Ethereum-Blockchain. Künstler*innen können "Gas" kaufen und damit einen Code für Ihr Kunstwerk generieren lassen, das anschließend versteigert oder verkauft werden kann. In der Regel ebenfalls über Ethereum. Wie bei allen Kryptowährungen ist der genaue Kurs natürlich Schwankungen unterworfen.

Die neuen Besitzer*innen erhalten beim Kauf einen eindeutigen Code über den Besitz des digitalen Kunstwerks und können dieses anschließend halten, weiter verkaufen oder als Wertanlage nutzen.

Ganz so einfach ist der Prozess natürlich nicht, denn auch viele Künstler*innen und Content Creator versuchen derzeit, so ziemlich alles zum NFT zu machen. Für Sammler*innen ist daher der richtige Überblick gefragt. Entsprechend werden wir uns in Zukunft auch dem richtigen Kuratieren widmen.

"The First 5000 Days" - Hintergründe des NFTs

Das Kunstwerk "Firstdays: The First 5000 Days" von Mike Winkelmann (bekannt als Beeple) wurde für 69.346.250 Dollar versteigert. Auch das hat natürlich seine Gründe, die nicht nur in der Einzigartigkeit des Tokens selbst liegen.

Winkelmann selbst ist Grafikdesigner aus South Carolina, der beispielsweise an den Visualisierungen für die Konzerte von Katy Perry gearbeitet hat. Auch auf Instagram ist er zwar kein Unbekannter, ein klassischer Galeriekünstler, der für mehrere Millionen ausstellt, ist er aber nicht. Vor allem in der jungen, digitalen Szene ist Winkelmann ein Name.

Das Projekt "Firstdays: The First 5000 Days" ist zudem extrem aufwendig. Es ist eine Sammlung von 5.000 täglich aufgenommenen Bildern, seit 2007 ist das Projekt in Arbeit. Das NFT garantiert den neuen Eigner*innen zudem, dass sie nicht eine digitale Kopie, sondern ein digitales Original besitzen.

Natürlich hat der astronomische Preis aber auch wirtschaftliche Gründe. Mit Christie's stand ein etabliertes Auktionshaus hinter der Versteigerung, zudem hat die globale Pandemie den digitalen Kunsthandel beflügelt.

Während NFTs in der Zukunft des digitalen Kunsthandels also sehr sicher einen Platz haben werden, sind die digitalen Tokens auch für deutlich weniger als 69 Millionen zu haben.

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